MICHELAU - Die Kwinella Nursery School - eine Grundschule in Gambia - hat Grund zur Freude: Denn die Erlöse des Schulfestes der Johann-Puppert-Schule mit dem Motto „Afrika“ werden dorthin gespendet. Viele fleißige Helfer des Elternbeirates, des Kollegiums und nicht zuletzt der Schüler hatten es vorbereitet.
In sengender Hitze waren nicht nur Tische und Bänke für die zahlreichen Besucher aufgestellt, sondern auch das Schulhaus und das Außengelände im afrikanischen Stil umgestaltet worden. Bereits am 8. Juni hatten sich die Schüler im Rahmen des Afrika-Projekt-Tages in verschiedenen Workshops auf die Thematik eingestimmt und konnten nun ihre Begeisterung für den Kontinent und dessen Kultur lebendig weitergeben.
Eröffnet wurde die Veranstaltung mit dem Lied „Jambo“, das die Schüler der Klassen 1a, 2a/b 3a/b, 4b und 5a/b ausdrucksvoll vortrugen. Begleitet wurden sie dabei vom rhythmischen Trommeln der Klasse 4a. Im Anschluss gab es für Schüler, Eltern und Großeltern viele Gelegenheiten, in die Welt Afrikas einzutauchen.
Elefanten mit afrikanischen Weisheiten wiesen den Weg zu dem in eine afrikanische Hütte verwandelten Fernsehraum der Schule. Dort wurde eine interessante Bilddokumentation mit dem Titel „Afrika – Kontinent der Gegensätze“ präsentiert.
Außerdem konnten die Besucher ihre Geschicklichkeit bei den verschiedensten afrikanischen Spielen unter Beweis stellen. So galt es zum Beispiel mit Körben auf dem Kopf das in Afrika sehr wertvolle Wasser zu transportieren.
Besonders beliebt war auch der Trommel-Workshop, bei dem Kinder wie Erwachsene grundlegende Techniken des Musizierens mit diesem faszinierenden Instrument erwerben konnten. Weiterhin konnten Steine bemalt und Schmuck gebastelt werden. Auch die Lose für die vom Elternbeirat organisierte Tombola fanden reißenden Absatz.
Die Klassen 4a/b verkauften Karten mit afrikanischen Motiven aus selbst geschöpften Papier, die Schülerfirma stellte Afrika-Buttons her, die offene Ganztagsschule bot bei den tropischen Temperaturen heiß begehrte Fruchtcocktails an.
Darüber hinaus gab es noch viele andere Gelegenheiten sich zu stärken. So gehört es zur guten Tradition der Schule, dass der Elternbeirat für Getränke, Steaks, Bratwürste sowie Kaffee und Kuchen sorgt.
Ebenso darf bei keinem Fest der von den Schülern selbstgebaute Lehm-Pizzaofen und die dazugehörige Spezialität fehlen.Zusätzlich konnten die Besucher Fladenbrot nach original afrikanischem Rezept mit verschiedenen Dips probieren. Wer wegen der Hitze keinen richtigen Appetit hatte, erwarb beim Hauswirtschafts-Team Kochbücher, um später selbst eine Mahlzeit zubereiten zu können. Aber auch dem Sport und der Fußballweltmeisterschaft wurde Tribut gezollt: So sammelten die Schüler bei einem Sponsoringlauf, der wegen der hohen Temperaturen spontan in ein Sponsoringgehen mit Regen/Sonnenschirm umgewandelt wurde, fleißig Geld für die Kinder der Kwinella Nursery School.
Bei einer Mini-WM traten die einzelnen Klassen gegeneinander an und zeigten genau wie ihre Vorbilder großen Einsatz – auch wenn sie nicht im Trikot der deutschen Nationalmannschaft aufliefen, sondern ein afrikanisches Land repräsentierten. Am Schluss der Veranstaltung stand die Ehrung der Schüler für ihre Leistungen bei den Bundesjugendspielen an. -red-
